Förderprojekte unserer Stiftung
Zusammen mit der Morbus Osler Selbsthilfe e. V. und den Betroffenen, Forschenden und Ärzten und Ärztinnen unseres Netzwerks überlegen wir ständig, welche Bereiche und Aspekte der Erkrankung, Diagnose, Behandlungsmethoden und Medikamente näher erforscht werden sollten, um eine Verbesserung der Situation für die Betroffenen zu schaffen. Dazu haben wir seit 2016 eine Reihe von Projekten ausgeschrieben und gefördert.
Alle Förderprojekte im ÜBerblick
Aktuelles Förderprojekt
Aktuelles Förderprojekt
Die nächsten Ausschreibungen werden in Abhängigkeit von unseren Finazen geplant. Sobald eine neue Ausschreibung vorliegt, werden wir diese hier vorstellen.
Nachweis der Anwendbarkeit der Blutserum IR-Spektroskopie zur Diagnose der Hereditären Hämorrhagischen Teleangiektasie
Nachweis der Anwendbarkeit der Blutserum IR-Spektroskopie zur Diagnose der Hereditären Hämorrhagischen Teleangiektasie
Dr. Andreas Lux ist es in einem von der Stiftung geförderten Forschungsprojekt gelungen, eine neue schnelle und kostengünstige Methode zu entwickeln, um die hereditäre hämorrhagische Teleangiektasie (HHT) zu diagnostizieren. Untersucht werden einige Tropfen Blut durch Mittelinfrarot-Spektroskopie und künstliche neuronale Netzwerkanalyse.
Die klassische HHT-Diagnose ist mühsam, zeitaufwändig, kostspielig und manchmal unsicher. Entweder wird eine Kombination von verschiedenen äußeren klinischen Symptomen (u. a. Nasenbluten, Gefäßmissbildungen) festgestellt, die jedoch in jüngeren Jahren in der Regel noch nicht auftreten. Oder es muss ein aufwändiger Gentest durchgeführt werden.
Die von Dr. Lux entwickelte Methode stellt eine zuverlässige Alternative dar, die auch in der Lage ist, verschiedene Typen der Krankheit zu unterscheiden. Eine frühzeitige Diagnose von HHT kann lebensrettend sein.
Projektleitung: Dr. Andreas Lux
Weitere Informationen finden Sie hier.
Einheitliche Therapiekonzepte für die Therapie mit Bevacizumab beim Morbus Osler
Einheitliche Therapiekonzepte für die Therapie mit Bevacizumab beim Morbus Osler
Ein neues Medikament für den Morbus Osler
Der Oldenburger Wissenschaftler und Arzt Professor Chavan konnte in einer Studie zeigen, dass das Krebsmedikament Bevacizumab auch beim Morbus Osler hilft:
Krankhaft erweiterte Gefäße bedingen das Erkrankungsbild des Morbus Oslers. Sie gehen mit Blutungen aus Nase und Darm, Schlaganfällen und Herzüberlastungen einher. Da bei der Entstehung der erweiterten Gefäße der Wachstumsfaktor VEGF (vascular endothelial growth factor) eine große Rolle zu spielen scheint, ist der gegen diesen Faktor gerichtete Antikörper Bevacizumab als Behandlungsmöglichkeit interessant.
Nachdem erste Fallberichte gute Erfolge beschrieben, unterstützte die Morbus Osler-Stiftung Professor Chavan beim Einsatz dieses Medikaments und der Auswertung der Behandlungsergebnisse. Seine Arbeit mündete in zwei viel beachtete Veröffentlichungen, welche eine Verringerung der Blutungen und der Herzbelastung beschreiben. Diese beiden Arbeiten werden nicht nur von anderen Wissenschaftlern viel zitiert, sondern dienen heute auch dazu, gegenüber Krankenkassen den Einsatz von Bevacizumab beim Morbus Osler in Deutschland zu begründen.
Projektleitung: Prof. Dr. Ajay Chavan
Standort: Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Klinikum Oldenburg
Veröffentlichungen des Projekts:
- Chavan A, Schumann-Binarsch S, Luthe L, Nickau B, Elsässer A, Kühnel T, Geisthoff U, Köhne H. Systemic therapy with bevacizumab in patients with hereditary hemorrhagic telangiectasia (HHT). Vasa. 2013 Mar;42(2):106-10. doi: 10.1024/0301-1526/a000253
- Chavan A, Schumann-Binarsch S, Schmuck B, Oltmer F, Geisthoff U, Hoppe F, Wirsching K, Klempnauer J, Manns M, Philip Thomas R, Köhne CH. Emerging role of bevacizumab in management of patients with symptomatic hepatic involvement in Hereditary Hemorrhagic Telangiectasia. Am J Hematol. 2017 Nov;92(11):E641-E644. doi: 10.1002/ajh.24878. Epub 2017 Aug 24
Wissenschaftliche Studie zu einem Nasenspray, das das Nasenbluten bei Morbus Osler-Patienten reduzieren soll
Wissenschaftliche Studie zu einem Nasenspray, das das Nasenbluten bei Morbus Osler-Patienten reduzieren soll
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Quantitative Analyse der ALK-1 vermittelten Signalverarbeitung in einzelnen lebenden Endothelzellen in Abhängigkeit von Krankheit-assoziierten Mutationen
Quantitative Analyse der ALK-1 vermittelten Signalverarbeitung in einzelnen lebenden Endothelzellen in Abhängigkeit von Krankheit-assoziierten Mutationen
Signalverarbeitung besser verstehen
Ziel dieses Projekts ist es, ein besseres Verständnis für die molekulare Funktionsweise des ALK1-Signalwegs in einzelnen lebenden Endothelzellen zu entwickeln und durch Krankheits-assoziierte Mutationen ausgelöste Veränderungen in der Signalverarbeitung zu untersuchen.
Dazu wollen wir eine Kombination von quantitativen zeitaufgelösten Messungen in einzelnen Zellen und computer-gestützter Bildund Datenanalyse verwenden. Zahlreiche Studien belegen, dass die Dynamik von Signalverarbeitungsprozessen die zelluläre Antwort auf ein gegebenes Signal bestimmen kann. Um die Dynamik der ALK1-vermittelten Signalverarbeitung zu charakterisieren, werden wir die Translokation von SMAD1/5/8 in den Zellkern einzelner lebender Endothelzellen über die Zeit mittels fluoreszierender Reporter bestimmen. Dabei werden wir uns auf die Stimulierung mit BMP9 und 10 konzentrieren und Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausarbeiten. Als Vergleich werden wir die Aktivierung durch angiogene Ligande wie BMP2 und 6 untersuchen. Um die Bedeutung der SMAD1/5/8 Dynamik für die zelluläre Antwort zu ermitteln, werden wir sowohl die Expression definierter Zielgene messen als auch phänotypische Änderungen in Migration und Proliferation verfolgen.
Weitere Informationen finden Sie hier
Molekulare Analyse der enothelialen Zellkontakte und Zellkontaktdynamik bei Hereditären Hämorrhagischen Teleangiektasien, Morbus Osler
Molekulare Analyse der enothelialen Zellkontakte und Zellkontaktdynamik bei Hereditären Hämorrhagischen Teleangiektasien, Morbus Osler
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Mutationen in BMP-Rezeptoren beeinflussen die Integrität von Blutgefäßen, indem sie die extrazelluläre Matrix und deren Mechanik verändern.
Mutationen in BMP-Rezeptoren beeinflussen die Integrität von Blutgefäßen, indem sie die extrazelluläre Matrix und deren Mechanik verändern.
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PH bei HHT-Häufigkeit, Therapie, innovative Ansätze
PH bei HHT-Häufigkeit, Therapie, innovative Ansätze
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